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Waldwirtschaft 2020 (Nabu)

Der NABU hat jetzt das Strategiepapier "Waldwirtschaft 2020" mit neun Kernforderungen für eine ökologisch nachhaltige Waldwirtschaft an Politik und Forstwirtschaft herausgegeben. Jetzt müssen die Weichen für "Urwälder von morgen" als wichtiger Lebensraum

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Der NABU hat jetzt das Strategiepapier "Waldwirtschaft 2020" mit neun Kernforderungen für eine ökologisch nachhaltige Waldwirtschaft an Politik und Forstwirtschaft herausgegeben. Jetzt müssen die Weichen für "Urwälder von morgen" als wichtiger Lebensraum für bedrohte Tiere und Pflanzen gestellt werden. Dafür müssen zehn Prozent der Waldfläche dauerhaft aus jeder forstlichen Nutzung genommen werden. Der NABU fordert ein wirkungsvolles Schutzgebietsnetz von der Bundesregierung. Waldwirtschaft 2020

"Die Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft des Waldes an den Klimawandel ist derzeit eingeschränkt. Der Zustand des Waldes ist seit Jahren kritisch, ohne dass von einem Waldsterben die Rede ist", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Wegen dauerhafter Belastungen durch Schadstoffe aus der Luft, künstlich erhöhter Wilddichten und dem Klimawandel ist der Wald im Stress und läuft Gefahr seine vielen Service-Funktionen nicht mehr voll zu erfüllen. Im Fokus muss besonders der Schutz der Buchenwälder stehen, für die Deutschland eine besondere Verantwortung trägt. "Vor allem ältere, über Jahrhunderte gewachsene Bäume bieten bedrohten Tieren und Pflanzen einen Lebensraum", betonte Miller.

Ziel des NABU ist der so genannte kahlschlagsfrei bewirtschaftete Dauerwald im Gegensatz zu klassischen Forsten mit vielen gleichaltrigen Bäumen. "Nur so lassen sich die vielen wichtigen Funktionen des Waldes wie Luftreinigung, Speicher von Kohlendioxid, Lieferant von Wasser und Holz sowie als Erholungslandschaft für Menschen und unersetzlicher Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen erhalten", betonte Miller.